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E-Junioren U10

SSV Happerschoß siegt – leider nur in Hälfte Zwei

Zwei schnelle Gegentore nach nur 120 Sekunden, was sollte da noch folgen? Richtig! Kenner des SSV Happerschoß setzen auf die Jungs und trotz zwischenzeitlichem 0:5-Rücktand konzentrierte sich die U10 im zweiten Spielabschnitt auf ihre Stärken und landete einen 4:3-Halbzeiterfolg. Am Ende hieß es dennoch 4:6 aus Sicht des SSV Happerschoß.

Der SSV Happerschoß zeigte sich trotz Niederlage ebenbürtig (Foto: Simone Kozany)

Der SSV Happerschoß zeigte sich trotz Niederlage ebenbürtig (Foto: Simone Kozany)

»Sind die Kleinen süß!« flötete der selbstbewusste Gast aus Hennef, als er in Happerschoß ankam und den Gegner betrachtete. Siegesbewusst, selbstsicher und ohne scheu zog der Tross direkt in die Umkleidekabinen. Die „süßen, kleinen“ Jungkicker des SSV Happerschoß machte sich derweil bei feinstem Herbstwetter warm und wollten diese Partie unbedingt mit mindestens einem Punktgewinn für sich entscheiden.

Im Hinspiel führte der heutige Gastgeber aus Happerschoß bis 10 Minuten vor Spielende knapp aber verdient mit 3:2, brach anschließend ein und kassierte eine überraschende 3:8-Niederlage. Heute sollte eine weitere Schmach ausbleiben und somit gab das Trainerteam eindeutig vor, die Null zu halten.

Nicht einmal 120 Sekunden waren verstrichen, da hingen die Köpfe – auf wie neben dem Feld. Der Gast aus Hennef zeigte sich kaltschnäuzig, profitierte von den Unaufmerksamkeiten der Happerschosser und führte früh mit 2:0.

Ein wenig umgestellt und angepeitscht von der Seitenlinie sortierte sich der SSV Happerschoß wenig später und fand endlich ins Spiel. Einen von Joshua hineingetretenden Freistoß verpasste zwar die komplette Sturmreihe, dafür stach Tom Landmesser hinein und versuchte aus spitzem Winkel den Anschlusstreffer zu erzielen. Sein Torschuss wehrte Hennef zu einem fälligen Eckball ab.

In der Abwehr mittlerweile sicher, tastete sich der SSV Happerschoß vorsichtig nach vorne, scheiterte ab und an am eigenen Passspiel oder am glänzend aufgelegten Hennefer Keeper Maurice. Um so überraschender fiel wenige Minuten vor der Pause das 3:0 für den FC Hennef. Eine Ecke der Gäste bugsierte der SSV ungelenk ins eigene Netz und damit war der Pausenstand besiegelt.

Die Halbzeitpause nutzte das Trainerteam des SSV zur Neumotivation. 0:0 hieß es immer wieder – die zweite Hälfte soll gewonnen werden. Egal wie es gerade steht.

Klatschend verließ die Mannschaft die Katakomben und war voller Tatendrang, als gleich der erste Hennefer Angriff im Netz zappelte. Wenig später erhöhten die 05er auf 5:0 und die Messe schien gelesen. Die ersten Sprüche kamen hoch:

»Der Torhüter kann einem echt leid tun…«

»Jetzt sind die platt..,«

Doch die Rechnung sollte nicht auf gehen, denn der SSV Happerschoß wollte endlich seine lang trainierten Tugenden zeigen.

Der SSV Happerschoß gab nicht auf und spielte nach vorne (Foto: Simone Kozany)

Der SSV Happerschoß gab nicht auf und spielte nach vorne (Foto: Simone Kozany)

Dies geschah fünf Minuten nach Anpfiff der zweiten Halbzeit. Joshua passte auf Jakob, dieser setzte Samir in Szene, Happerschoß Nummer 10 fackelte nicht lange und brachte den SSV auf 1:5 heran. Der Treffer zeigte Wirkung, denn Hennefs Keeper blieb – wohl eher dem Gegentreffer denn Fremdkontakt geschuldet – weinend liegend.

Er spielte tapfer weiter, kassierte aber drei Minuten drauf den nächsten Treffer. Ein von Joshua getretener Eckball landete auf dem Kopf von Jakob und dieser bugsierte das Leder glänzend in den Winkel. 2:5 hieß es aus Sicht des SSV Happerschoß und das Trainerteam motivierte übermütig:

»Nur noch drei, nur noch drei…«

Die Jungkicker schienen verdutzt, schließlich hatten sie nach ihrer Rechnung gerade einmal das Unentschieden erzielt – 2:2 hieß das Halbzeit Zwei Ergebnis.

Doch der Torhunger schien nicht gestillt, immer wieder rannte der SSV Happerschoß auf das Hennefer Tor und zeigte dabei schnelles Passspiel und Zielstrebigkeit. So auch in der 40. Minute, als Jakob die Nummer 11 auf die Reise schickte. Joshua stürmte auf das Tor zu und traf mit einem Schuss ins linke, untere Eck trocken zum 3:5-Anschlusstreffer.

Hennefs Trainer wurden langsam nervös und forderten mehr Einsatzbereitschaft ihres Teams und stellten es ein wenig um – mit Erfolg. Das 3:6 fünf Minuten vor dem Abpfiff besiegelte die Niederlage, verhinderte allerdings nicht den feinen Treffer von Kai kurz vor dem Schlusspfiff zum 4:6-Enstand.

Ein anschließendes Elfmeterschießen sorgte für viel Spaß und Heiterkeit bei beiden Teams. Zudem kam die Ehrung der Kicker durch die Eltern nach der Partie – das Lächeln auf den Gesichtern der Nachwuchstars zeugte von Freude.

Dies auch mit Recht – denn der SSV Happerschoß siegte in der zweiten Halbzeit, summiert verlor er – das Gesicht behielt er. Sogar so gut, dass Hennefs beste Breitensportvertretung im U10 Jahrgang den SSV Happerschoß zu einem Freundschaftsspiel in der langen Winterpause bat.

Trotz dieser Niederlage bleibt der SSV Happerschoß auf dem zweiten Tabellenplatz, den es am nächsten Samstag gegen den SC Uckerath zu verteidigen gilt. Ein schweres, aber nach dieser Leistung sicherlich kein unmögliches Unterfangen!

Die TORfabrik-Helden: Tom S. (Tor) – Finn, Fabian, Tom L., Paul, Kai, Jakob, Samir, Joshua

Es fehlten: Lars, Nick, Joel, Gabriel, Jan

Die Tore: 0:1, 0:2, 0:3, 0:4, 0:5, 1:5 Samir (Vorlage Jakob), 2:5 Jakob (Joshua), 3:5 Joshua (Jakob), 3:6, 4:6 Kai

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